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Pflegemaßnahmen: Der perfekte Rasen zum Golfen

Pflegemaßnahmen: Der perfekte Rasen zum Golfen - golfhotels.info

Die Pflege des grünen Teppichs von Golfplätzen ist eine Kunst für sich. Dass Golfanlagen ausgebildete Verantwortliche für diese Aufgabe beschäftigen, kommt schließlich nicht von ungefähr. Der folgende Blick hinter die Kulissen kann auch für Gartenbesitzer interessant sein, um gepflegte Rasenflächen zu fördern.

Die Grundpflege – als Basis für gepflegte Golfplätze

Mähen, Düngen, Bewässern. Das sind die drei wesentlichen Aufgaben im Rahmen der Grundpflege für Golfrasen. Besonders viel Zeit nimmt das Mähen in Anspruch. Golfanlagen setzen aufgrund der verschiedenen Zonen wie beispielsweise für den Abschlag sowie die Spielbahnen fachgerechte Schnitthöhen voraus. Aber auch das Düngen will gelernt sein und basiert als Teilaufgabe auf einem Düngeplan.

Ein großer Kostenverursacher ist die Beregnung des Rasens. Während Golfplätze von Hotels längst nicht mehr ohne großflächige Beregnungsanlagen auskommen, kann der ambitionierte Eigenheimbesitzer aus unterschiedlichen Systemen wählen. Die manuelle Bewässerung mit Gartenschlauch ist ebenso möglich und ideal für kleinere Flächen wie die Kombination mit Regner-Zubehör. Welche Wasserschläuche empfehlenswert sind und über flexible Anschlussmöglichkeiten verfügen, lässt sich unter www.vergleich.org nachlesen. Der Vergleichssieger des Produktvergleichs verfügt ergänzend über ein praktisches Aufrollsystem für die ordentliche Aufbewahrung.

Rasenpflege für regelkonforme Spiele

Generell wird auf Golfanlagen zwischen folgenden Platzelementen unterschieden:

  • Grün
  • Abschlag
  • Spielbahn
  • Semi-Rough
  • Hard-Rough

Jeder Bereich erfordert individuelle Schnitthöhen und Schnitthäufigkeiten für Rasenflächen. Als Grüns werden Flächen bezeichnet, die das Loch unmittelbar einfassen. Da die Golfbälle hier eingelocht werden, handelt es sich um eine besonders entscheidende Zone für Golfer. Typische Faktoren für optimale Bedingungen auf den Grüns sind:

Schnitt: Die fachgerechte Schnitthöhe beträgt zwischen drei und fünf Millimeter. Damit sind die Gräser hier am kürzesten. Ein Spindelmäher kommt hier täglich zum Einsatz, um die regelgerechten Voraussetzungen zu gewährleisten.
Grünsqualität: Die Qualität des Rasens wird unter anderem durch den Green Speed definiert. Gemeint ist die Ballrollstrecke. Aber auch Farbe, Homogenität und Narbendichte sind elementar. Zur Verbesserung der Grünsqualität werden die Gräser ausgedünnt, vertikutiert, aerifiziert, besandet, gedüngt und beregnet.
Green Speed: Um die Rolllänge der Golfbälle zu erhöhen, werden Grüns zudem gewalzt (Smooth Rolling).

Golfball vor Golfhole

Die Erhaltungspflege – von Kämmen bis Belüftung

Neben der Grundpflege spielt die Erhaltungspflege eine maßgebliche Rolle. Hierfür kommen unterschiedlichste Gerätschaften wie Groomer, Rasenstriegel, Vertikutierer und Bürsten zum Einsatz. Auch das Aerifizieren ist eine wichtige Maßnahme. Dabei wird der Rasen gleichmäßig belüftet. Darüber hinaus werden Rasenflächen auf Golfplätzen zur Pflege leicht besandet (Topdressing). 

Die Regenerationspflege – lockern, besanden, nachsäen

Die Beanspruchung des Rasens durch das Golfen ist nicht zu unterschätzen. Besonders stark werden die Flächen beim Abschlag (Tee) in Mitleidenschaft gezogen:

  • Ausgeschlagene Rasenstücke – auch Divots genannt – sind mit Hilfe eines Bodenausgleichs durch Substrat und Saatgut auszubessern.
  • Zudem wird der Rasen beim Abschlag regelmäßig besandet und vertikutiert, um die von Spielern erwartete Standsicherheit sicherzustellen.
  • Beim Vernachlässigen der Pflegemaßnahmen könnte die Rasenoberfläche während der Saison zu stark nachgeben.

Weitere Aufgaben zur Regeneration des Golfrasens sind das Tiefschlitzen und die Tiefenlockerung, um einer übermäßigen Unterbodenverdichtung vorzubeugen.

Die Bewässerung – aufwändig, kostspielig, aber notwendig

Bei der Bewässerung muss auf Golfanlagen ein Kompromiss zwischen Rasenpflege, Kosten und Umweltschutz durch Ressourcenschonung erzielt werden. Um den Wasserbedarf zu senken, werden in Zukunft robustere Gräser vermehrt Verwendung finden müssen.

Dass die Golfplatzberegnung auch nachhaltig funktionieren kann, stellen zwei deutsche Golf-Clubs unter Beweis. Wie der Deutsche Golf Verband e. V. in einem Beitrag auf serviceportal.dgv-intranet.de berichtet, greift beispielsweise der Golf-Club Hof Hausen auf ein individuelles Aufbereitungssystem zurück, um die Bewässerung ohne Trinkwasser zu realisieren.

Golfschläger beim Abschlag

Greenkeeper sorgen für gepflegte Rasenflächen

Wie die Deutsche Rasengesellschaft (DRG) e. V. unter www.rasengesellschaft.de erklärt, gibt es in Deutschland seit 1989 eine Fortbildung für Greenkeeper. Währenddessen lernen die Teilnehmer alle wesentlichen Kenntnisse zur Rasenpflege auf Golfanlagen. Auf offiziellen Anlagen sind geprüfte Greenkeeper – Fachagrarwirt Golfplatzpflege (m/w/d) – tätig.

Quelle Fotografien (pixabay.com): 22563 / Pexels / HeungSoon

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